In der Welt des Online-Shopping sieht es zurzeit alles andere als rosig aus. Selbst Top-Player bleiben da nicht verschont. Insbesondere in China – aufgrund gesättigter Märkte, nachlassendem Vertrauen und dem Handelskrieg mit den USA – sehen sich Unternehmen vor die Frage gestellt: Wie bringen wir Kunden dazu, unsere Produkte zu kaufen? Die Lösung: Shopping zur Party machen. Das Resultat: Rekordzahlen! Ist Shoppertainment die Lösung? Und wie funktioniert es? Mehr dazu hier! 

 

China-Ware ist ja mit so einigen Vorurteilen übersät – dabei kann man sich von den Chinesen so einiges abschauen. Die Lösung gegen sinkende Warenkörbe und wachsende Fulfillment-Kosten zum Beispiel. Am Singles Day – dem grössten Shopping-Event – bricht Alibaba alle Rekorde. Weil Alibaba Nein zu mühseligem Scrollen und monotonen Produktbeschreibungen sagt; und stattdessen auf Entertainment setzt. Die beste Werbung ist laut den Chinesen keine Werbung – sondern eine Livestream Party! 

 

In China bauen Unternehmen auf muntere Videos, Engagement-Tools und ein unterhaltsames Einkaufserlebnis. Vertrauen ist der Schlüssel zum Erfolg – und wird durch diese Art des Online Shoppings gestärkt. Nicht das Produkt steht im Vordergrund; sondern die Unterhaltung. Händler werden zu Entertainern und Kunden zu Zuschauern und Fans. Die Brücke zum Verbraucher wird so begehbarer und Shoppen macht mehr Spass. Livestreaming liefert mehr Eindrücke als Bilder und ermöglicht den direkten Austausch mit dem Zuschauer; Feedback inklusive. 

 

Dieses Prinzip sorgte für Jubelzahlen: rund 7,5% des Umsatzes am Singles Day seien bei Alibaba per Livestreaming entstanden. Aber nicht nur Giganten sondern auch kleine Unternehmen setzen im fernen Osten auf dieses Prinzip – und etliche andere Marken aus den USA und Europa, die hierzulande bestenfalls YouTube-Spots schalten, folgten dem Beispiel. Allen voran: Kim Kardashian West! Die Königin der Influencer kündigte ihre Parfümmarke KKW in einem Livestream an. 

 

Instagram testet in den USA zurzeit eine Shopping Funktion; bei Snapchat sind ähnliche Modelle bereits integriert. Wenn man auf „Entdecken“ geht, kann man nach „Shopping“ filtern und bekommt personalisierte Shopping-Posts angezeigt. Bezahlt wird direkt in der App. Das sind schlechte Nachrichten für Amazon und traditionelle Händler, die NICHT auf dieses Prinzip setzen. Produktdarstellung und das Surferlebnis bleiben weit hinter jedem Instagram-Erlebnis zurück, das nicht bloß Produkte bewirbt, sondern einen Lebensstil verkauft. Zwar experimentiert Amazon mit dem Format „Amazon Live“, jedoch ähnelt dieses einer schlechten Billig-Kopie von QVC. 

 

Wie sehr auch hierzulande Handelsgrößen wie Otto die Aktivierung der Kunden per Bewegtbild in den Netzwerken ausloten und welche kreativen Lösungen dabei gefragt sind, erklärt Sahra Al-Dujaili von Otto im Interview mit Turi2-TV.  

 

Die Frage ist also nicht, ob Livestream Shopping die Zukunft ist; sondern wann dem so sein wird. Wir glauben: je schneller – desto besser! In unserer Tommy Hilfiger x Heroes group AG – Case Study zeigen wir dir, wie diese Zukunft ausschauen kann; und feiern ganz nebenbei noch eine WELTPREMIERE! Das erste Live-Shopping-Event, in dem Produkte DIREKT im Livestream gekauft werden können. Das Ganze wurde umgesetzt mit einer von uns programmierten webbasierten Plattform auf https://global.tommy.com/live – im Auftrag und in Zusammenarbeit mit TOMMY HILFIGER.